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HUMANI

Mensch-Tier-Zentrum

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Strubb 19

Reflexion 1 unserer Klientin über ihren Alltag mit den Katzen (Text original, nicht nachbearbeitet):

 1. Text vom 28.10. 2020:

 

Das Tägliche wirken meiner zwei Katzen Simba und Mogli!
Reflexions-Tagebuch

Ein Tagebuch im herkömmlichen Sinne zu führen ist nicht so meine Sache, die täglich Notizen zu machen.
Es reflektieren, schriftlich festzuhalten dagegen schon.

Allein die Erinnerung daran, mein Erleben mit meinen zwei Haustigern, schriftlich festzuhalten nehme ich die gegenseitige Wirkung bewusster wahr. Wie sich die Interaktionen, auf meine Gefühle und Stimmung auswirkt. Das habe ich davor nicht so erlebt.

Sogar die Erinnerungen aus meiner Kindheit und Jugend wurden dadurch wieder aktiviert. Situationen, in denen mir unsere Katzen und unser Hund, Trost spendeten, ihre Anwesenheit mich beruhigte und das Gefühl, nicht allein zu sein.
Für mich erlebe ich es wie bei einem Dankbarkeitstagebuch und hier wird mein Fokus auf das Bewusste erleben im Zusammenleben mit meinen zwei süßen gelenkt. Und verstärkt dadurch das positive.

Morgens fällt mir das Aufstehen schwer. Wenn Simba und Mogli, zur morgendlichen Begrüßung vor meiner Schlafzimmertür auf mich warten. Hebt das dadurch schon meine Stimmung. Sie schmiegen sich an meine Beine und warten auf die ersten Streicheleinheiten des Tages. Ja sie warten auch auf ihr Futter
😊 und danach gehen die Schmuse Einheiten weiter.

Wenn, ich gedankenversunken oder durch Flashback nur körperlich anwesend bin. Kommt Mogli, setzt sich hinter mich auf die Couchlehne, stupst mich mit seiner Pfote an meiner Schulter, bis ich reagiere. Wenn ich keine Reaktion zeige, berührt er mich mit seiner Pfote sanft auf der Wange. Er bewegt seine Pfote so als wolle er meinen Kopf zu sich drehen, tippt so lange auf meine Wange, bis ich es auch mache. Dann schmiegt er seinen Kopf an meine Wange, ich bekomme seine Streicheleinheiten und Katzenküsse. Die Art mir ihre Liebe und Zuneigung zu zeigen. Sanft und wertfrei werde ich aus meiner Abwesenheit wieder ins hier und jetzt zurückgeholt.
Mogli fordert viel nähe, die wir beide brauchen und genießen es gemeinsam.

Simba animiert und aktiviert mich zur Bewegung. Beide Katzen sind mit einem Hund aufgewachsen, Simba hat sich vom Hund eine Spielstrategie abgeschaut.
Wenn ich einen Kassenbeleg zerknülle, wird Simba hellhörig. Kommt sofort zu mir und wartet darauf das ich den Kassenbeleg in Form einer Kugel für ihn werfe. Er flitzt hinterher bringt sie mir zurück und wartet darauf das ich sie wieder werfe. Zwischendurch spielt er auch allein damit.
Wenn, er genug von dem Spiel hat versteckt er die Papierkugel in der Schüssel mit dem Trockenfutter. Von dort holt er diese Papierkugel, bringt sie mir und fordert mich so wieder zur Aktivität auf.
Das gemeinsame spielen erfordert auch von mir körperliche Aktivität.
Hunde bewegen sich beim Gassi gehen, für Katzen ist der körperliche Ausgleich beim Spielen möglich.

Das Katzenklo sauberzumachen ist für mich mittlerweile zu einem Meditativen, beruhigenden Ritual geworden. So wie der Sandkasten für den Tisch, der japanische Zen Garden.

Wenn, ich erschöpft nach einem Termin nach Hause komme. Erschöpft von meinen Flashback und die Reizüberflutung, die ich außerhalb meiner Wohnung erlebe.

Die freudige Begrüßung von meinen zwei Haustigern über meine Rückkehr tut gut. Das zaubert mir auch da ein Lächeln ins Gesicht. Mogli genießt dann gemeinsam mit mir, meine anschließende Erholungszeit mit kuscheln.

Wenn ich emotional überfordert bin, lenken mich meine zwei Mitbewohner ab und trösten mich. Ihre Anwesenheit ist für mich beruhigend, es tut mir gut, ist einfach Balsam für meine Seele.

Täglich überraschen sie mich aufs Neue, beim Spiel mit ihrem Einfallsreichtum und ihrer Geschicklichkeit, mit ihrer grenzenlosen Neugierde und ihrer Begeisterung. Wie sie kommunizieren und wo sie überall noch Verstecke finden erstaunt mich immer wieder.

Für mich ist es ein gutes Gefühl, dass ich für sie gut sorgen kann und sie sich wohlfühlen. Sie zeigen es mir durch ihre Zuneigung und ihr Vertrauen, wenn sie sich auf den Rücken legen und am Bauch kraulen lassen.

Auch wenn ich es oft nicht schaffe auf mich zu schauen oder mir selbst was Gutes zu tun, schaffe ich es zumindest bei Mogli und Simba.

In manchen Bereichen nehme ich sie als Vorbild, erlaube mir leichter und öfter Erholungspausen zu gönnen. Zum Staunen und Lächeln bringen mich die zwei durch ihre unterschiedliche Art, sowieso täglich.

Ich bin so dankbar, dass ich über meinen Sohn ihnen ein neues Zuhause geben konnte und möchte sie um nichts auf dieser Welt mehr missen.

 

Reflexion 2 unserer Klientin über ihren Alltag mit den Katzen (Text original, nicht nachbearbeitet):

 2. Text vom 21.02. 2021:

 

Reflexions-Tagebuch-Das Tägliche wirken meiner zwei Katzen Simba und Mogli!
21. 2. 2021
Vor einiger Zeit telefonierte ich mit Rosi, Dr. Rosmarie Poskocil vom „Verein Humani“, Gründerin des Projekts „Mensch für Tier für Mensch“. Telefonisch konnte ich Ihr die Erlebnisse mit meinen Katern noch wieder geben, schriftlich ging es nicht mehr. Meine rezidivierende Depression ging schleichend in eine schwere depressive Episode über. Ich war und bin blockiert etwas zu machen oder zu schreiben und die Erinnerung vor meiner schweren depressiven Episode sind weg.
Aber Mogli und Simba holen mich sanft, dort ab wo ich gerade bin, in welcher depressiven Episode auch immer. Sanft im wahrsten Sinne des Wortes, sanft berühren sie mich mit ihrer Pfote an der Schulter oder im Gesicht. Mogli signalisiert mir mit seiner Pfote das ich näher zu ihm kommen soll. Dann bekomme ich von ihnen meinem Schmuse, Streicheleinheiten. Ihr liebevoller, sanfter Blick und ihre Art mich zu trösten, berührt mich immer wieder sehr. Sie blicken mich an als würden sie mich verstehen, nachvollziehen können was ich fühle. „Blicke sagen mehr als tausend Worte“! Ja, das trifft es genau, wenn mich die zwei in so einen Moment des tiefsten Schmerzes ansehen.
Das schöne und erleichternde an Moglis und Simbas Verhalten in so einer Situation, es zeigt, dass Tiere wertfrei, ohne Vorurteile sind und das tut so gut. Egal wie schlecht es uns Menschen im Moment geht, zeigen sie uns ihre Liebe und Dankbarkeit, wenn sie selbst in ihrem zu Hause mit uns Menschen einen guten Umgang erfahren.

Bis Anfang November 2020 lebte in meinem Haushalt eine zwei Personen. Das war auch für meine zwei Katzen eine Umstellung. Für Simba und Mogli entstand eine andere Dynamik untereinander und mit mir als einzelne Person im Haushalt. Meine Aufmerksamkeit jetzt teilen zu müssen war für uns drei eine neue Herausforderung, die wir mittlerweile gut geschafft haben.

 

Mogli der am liebsten ununterbrochen meine Nähe spüren will, war Simba das komplette Gegenteil. So kannte ihn auch sein vorheriges Herrchen.
Seit Anfang Jänner kam Simba am Abend immer öfter zu mir auf die Couch und kuschelte sich an mich. Rollt sich neben mir auf den Rücken, führt mit seinen zwei Vorderpfoten meine Hand auf seinen Bauch und will das ich am Bauch kraule.


Moglis Lieblings Platz, ist auf meinem Schoß, wenn der frei ist, legt sich Simba seit neuestem ebenfalls auf meinen Schoß. Das ist ein wunderschönes Zeichen für sein Vertrauen in mich.

 

Wenn ich nach einem Termin nach Hause komme, laufen mir beide Schmuse Kater entgegen, rollen sich vor Freude auf dem Rücken hin und her. Das Vertrauen in mich, Moglis und Simbas freudigen Ausdruck über mein nach Hause kommen und ihre liebenswürdige, sanfte Art mich zu trösten, berührt meine Seele und ist Balsam.

Unsere gemeinsame Kommunikation gelingt uns immer besser. Ich habe das Gefühl, das ich ihre Gesten immer besser verstehe. Meine zwei Süßen Kater sind auch liebevolle, geduldige Lehrer.

Meine zwei cleveren Katzen, suchen und holen sich das was wollen
😊. Z. B.: holte sich Simba aus einem Fach, wo ich für ihn die gesammelten Kassenbons aufbewahre. Diese Kassenbons forme ich für ihn, zu einer Kugel. Simbas Lieblings Spiel, er läuft hinterher und bringt sie mir. Ein Spiel mit viel körperlichen Aktivität. Mogli kann ich mit diesen Papierkugeln nicht zum Spielen anregen er liebt seine Bänder und Spielmäuse.

Neu ist auch ein Regal mit offenem Fach im Wohnzimmer, mit kleinen Spielsachen wie Spiel Mäuse, Federn und Papierkugeln befinden. An manchen Tagen suchen sie sich eins dieser Spielsachen aus, holen es raus. Setzen sich vor das Spielzeug und schieben es mit einer Pfote hin und her und werfen mir dabei immer wieder einen auffordernden Blick zu. So sagen sie mir, wann und womit sie jetzt spielen wollen.

Einmal kam ich aus dem Badezimmer, Simba und Mogli warteten geduldig auf mich und als mich Mogli sah, schubste er die mitgebrachte Spielmaus mit seiner Pfote stückweise mir entgegen.

Auch in der Nacht freuen sich die zwei über ihr offene Spielzeug Fach. Da sehe ich dann in der Früh, was sie sich zum Spielen herausgeholt hatten.

 

Unsere täglichen Morgenroutine, machen sich belohnt, viel Bewegung, auch wenn Katzen ihren eigenen Willen haben. Wir haben einen Balkon, natürlich mit Netz.
In der Früh, wenn ich lüfte, ist die Balkontür offen, auch das Fenster, das von einem Zimmer ebenfalls zum Balkon geht. Das ist Moglis und Simbas Morgensport, vom Wohnzimmer auf den Balkon, durch das Fenster in das andere Zimmer. Und wieder zurück, oder auch andersrum.
Mit der zuvor erwähnten Papierkugel, die ich für Simba auf den Balkon und ins Zimmer werfe, kann ich ihn besser zu mehr Bewegung Motivieren. Simba bewegt sich nicht sehr gerne, wer Garfield kennt, kennt auch meinen Simba
😉

Ja es hat sich sehr viel verändert bei uns drei. Simba und Mogli Fordern mich jeden Tag wieder aufs Neue heraus, holen mich heraus. Sie sind der Lichtstrahl in der Dunkelheit meiner Depression.

Nach mehrmaligen, kurzen Notizen habe ich es wieder geschafft. Eine Zusammenfassung zu schreiben wie gut Mogli, Simba und mir es im miteinander geht und uns gegenseitig guttun.
Mogli unterstütze mich dabei auf seine Art, während ich schrieb, saß er auf meinem Schoß.

Zum Schluss, wenn ich alles noch einmal durchlese, erinnere ich mich Bildlich an die schönen Momente. Trotz meiner aktuellen schweren depressiven Episode zaubert es mir ein Lächeln ins Gesicht, Freudentränen und spüre wieder etwas Freunde.

 

 

Moglis Hängematte

Reflexion 2 unserer Klientin über ihren Alltag mit den Katzen (Text original, nicht nachbearbeitet):

 3. Text vom 28.05. 2021:

 

 

Reflexions-Tagebuch-Das Tägliche wirken meiner zwei Katzen Simba und Mogli!

 

28. 5. 2021

 


Die Trigger, die mich in den letzten Wochen mit lang verdrängten Bildern und Gefühlen aus meiner Vergangenheit überfluteten. Meinen Alltag stark beeinflussen oder blockieren. Wenn es mir zu viel wird, muss ich mich ablenken oder verdränge. Damit verdränge ich gleichzeitig auch die Erinnerung an schönen Erlebnissen und damit verbundenen Gefühle. Ein täglicher Neustart. In meiner Erinnerung zu wühlen und schönes wieder hervorzukramen. Dabei unterstützen mich meine zwei Katzen sehr.

 


Zu dieser Jahreszeit werde ich ohne Wecker wach, zwischen 7 und 8 Uhr, geweckt vom Tageslicht. An manchen Tagen fällt es mir zurzeit schwerer in der Früh aufzustehen. Dann mache ich die Augen auf und wieder zu, bleib noch liegen. Schon höre ich Mogli vor meiner Schlafzimmertür mauzen, solange bis ich aufstehe.

 

Wenn ich dann aufstehe, sitzen Mogli und Simba vor der Schlafzimmertür. Der Anblick, die zwei da so sitzen sehe, erinnert mich wieder, warum es sich lohnt, aufzustehen.

 

Mogli macht das nur, wenn mir zum Aufstehen die Motivation fehlt.

 

Er kann mich weder sehen noch kann er meinen Wimpernschlag höheren.
Auch wenn Katzen sehr gute Gehör haben, aber dass sie das Hören, kann ich mir beim Besten Willen nicht vorstellen.

 

Also können sie es nur spüren.

 

 

 

 

 

Und Mogli ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Kuscheltier, ein lebendes Kuscheltier. Denn ganzen Tag will er am liebsten nur kuscheln. Wenn es mir nicht gut geht, weicht er die ganzeZeit nicht von meiner Seite. Simba sucht an solchen Tagen auch vermehrt meine Nähe.

 

 

 

 

 

Beide spüren, wie es mir geht. An solchen Tagen ist unser gemeinsamer Kuscheltag, den wir drei genießen. Die Katzen schnurrend und ich genieße ihre Nähe und Wärme.

 

Mogli und Simba erinnern mich; „Da ist jemand“, "Wir sind bei dir“, „Du bist nicht allein“.